Bonsai für Anfänger

Was ist bei Bonsai für Anfänger wirklich wichtig ?

Bonsai für Anfänger sind sehr robuste Bonsai. Sie sind gut schnittverträglich, tolerieren Fehler bei der Bonsaipflege, ertragen Extremsituationen und wachsen möglichst schnell.

  • Zimmerbonsai: Indoorbonsai müssen sehr hell stehen, besonders im Winter. Am besten direkt am Fenster aufstellen. Im Winter möglichst kühl halten.
  • Drahten: Das gestalten mit Bonsaidraht ist nicht unbedingt erforderlich. Anfängerbonsai sind nur durch Schneiden gut zu gestalten.
  • Düngen: Von März-September mit einem üblichen Bonsaidünger (Biogold, Hanagokoro, flüssige Bonsaidünger, Bonsaidünger für Azaleen) versorgen.
  • Gießen: Nicht zu nass und nicht zu trocken halten. Anfängerbonsai vertragen aber meist kurze Trockenheit.
  • Schneiden: Mai-Juli nach Zuwachs und Bedarf bzw. Gestaltungsziel zurückschneiden. Bonsai für Anfänger vertragen stärkeren Rückschnitt gut.
  • Überwinterung: Freilandbonsai vertragen Temperaturen unter 0°C sehr gut. Bei Dauerfrost vor Austrocknung schützen (Gewächshaus, Foliezelt, Einsenken im Garten).
  • Umtopfen: Diese Bäume sind beim Umtopfen (Februar-März) unkompliziert. Sie sollten in eine gut durchlässige Bonsaierde getopft werden. Meist ist Akadama gut geeignet, für Azaleen wird die saure Kanuma-Bonsaierde genommen.

Welches Zubehör braucht man bei der Bonsaipflege für den Anfang ?

Diese Frage bekommen wir häufig gestellt. Im Folgenden haben wir einmal aufgeführt was in den ersten 2-3 Jahren wirklich unentbehrlich ist.

  • Gießen: Hier bietet sich für Freilandbonsai eine Gießkanne an. Für Zimmerbonsai haben sich Ballbrausen bewährt.
  • Schneiden: Möchte man dünne Triebe (z.B. den jährlichen Neuaustrieb) zurückschneiden reicht eine normale Bonsaischere. Für die meisten Arbeiten eignet sich eine breite Bonsaischere am besten. Soll ein stärkerer Trieb (ab ca. 5-6mm Durchmesser) entfernt werden braucht man eine Bonsaizange. Meist wird eine Konkavzange für Bonsai benutzt. Aber auch eine Knospenzange eignet sich sehr gut.
  • Drahten: Man kann am Anfang einen Bonsai gern nur durch Schneiden formen. Möchte man seinen Bonsaibaum aber genauer gestalten kommt man um das Drahten nicht herum. Dazu braucht man Bonsaidraht (häufig gebrauchte Stärken von Aluminiumdraht sind 1.5-2.5mm) und zum Entfernen des Drahtes eine Drahtzange für Bonsai.
  • Umtopfen: Laubbäume müssen ca. aller 3 Jahre, Nadelbäume aller 5 Jahre umgetopft werden. Dazu braucht man vor allem für Bonsai geeignete Erde. Akadama eignet sich für die meisten Bonsai. Für Kieferbonsai und Wacholder eignet sich Kiryuzuna besonders gut. Azaleenbonsai brauchen ein sehr saures Substrat. Hier ist die Kanuma Bonsaierde 1. Wahl.
  • Düngen: In der Wuchsperiode von März bis September sollten Bonsai gedüngt werden. Am besten mit organischem Bonsaidünger. Hier hat sich Biogold und Hanagokoro bewährt. Aber auch Flüssigdünger für Bonsai eignen sich gut. Für Azaleen sollte ein Azaleendünger genommen werden. Dieser ist auf den sauren pH-Wert des Bodens abgestimmt.

Anfängerbonsai mit kleinen Einschränkungen

Bonsai, die mit ⭐ markiert sind, sind ebenfalls für Anfänger gut geeignet. Es sind aber kleine Besonderheiten zu beachten (siehe Seitenende). Ansonsten sind sie auch sehr unkompliziert.


Zimmerbonsai


Freiland- und Kalthausbonsai


  • ⭐ Azaleen Bonsai: Vorsicht beim Drahten und formen. Die Äste brechen leicht beim biegen.
  • ⭐ Fächerahorn Bonsai: Im Hochsommer halbschattig stellen und feucht halten, sonst werden die Blattspitzen trocken.
  • ⭐ Lärchen Bonsai: Umtopfen genau beim Öffnen der Knospen im März. Kiryu ist eine geeignete Bonsaierde.
  • ⭐ Liguster Bonsai: Bekommen manchmal Rostpilze, kann aber gut mit Pilzmittel bekämpft werden.
  • ⭐ Oliven Bonsai: Hält nur leichte Fröste aus. Langsamwachsend.