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Akadama Erde für Bonsai: keine Wurzelfäule, gute Drainage, kaum Verdichtung

Akadama

Akadama Bonsaierde ist zum Topfen von Bonsai unersetzlich. Es ist ein Lehmgranulat mit einer, wie der Name schon sagt (japanisch 赤玉土 = Rote Erde), roten bis rotbraunen Farbe. Natürlicherweise kommt Akadama in Japan auf der Insel Honshu (Berg Akayi - Nähe Tokio) vor, wird dort im Tagebau abgebaut und in alle Welt exportiert. Akadama ist vulkanischen Ursprungs.

Wir kaufen Akadama günstig in verschiedenen Qualitäten und Abpackungen direkt in Japan ein. Diesen Preisvorteil geben wir gern an sie weiter. Unabhängig vom günstigen Preis ist Akadama als Bonsaisubstrat sehr zu empfehlen. Es hat alles, was eine gute Bonsaierde braucht. Die besonders hervorragenden Eigenschaften von Akadama als Bonsaierde sind:

  • Akadama bietet als Bonsaierde eine gute Standfestigkeit ihres Bonsai sofort nach dem Umtopfen.
  • Wurzelzellen brauchen Sauerstoff. Die gute Durchlässigkeit von Akadama bringt Luft in den Boden.
  • Wenig Tendenz zur Bodenverdichtung. Akadama bleibt strukturstabil, auch bei langen Zeitspannen bis zum nächsten Umtopfen.
  • Die ausgezeichnete Drainageeigenschaften der dieser Bonsaierde sind gut gegen Wurzelfäule
  • Akadama hat eine hohe Fähigkeit, Nährstoffe im Boden zu halten, falls sie einmal aufgenommen wurden.
  • Die Pufferfähigkeit von Akadama wirkt gegen pH-Wert Schwankungen und Boden-Versauerung.

Akadama Bonsaierden: Doppelbrand / Einfach gebrannt oder Hard / Soft Quality

Akadama ist sehr formstabil, verdichtet kaum und zersetzt sich nur langsam. Je nach Güte des eingesetzten Substrates sollte es nach 2-4 Jahren ausgetauscht werden. Während dieser Zeit verliert Akadama langsam seine Grobkörnigkeit, die Luftdurchlässigkeit sinkt, der Salzgehalt steigt an und dadurch folgend steigt die Feuchtigkeit im Boden. Damit gehen die wesentlichen Vorteile verloren - ein Austausch wird notwendig.

  • Akadama Harte Qualität, Hard Quality, Doppelt gebrannt (japanisch 硬質, Kōshitsu): Ist länger strukturstabil (4-5 Jahre). Akadama Doppelbrand sollte genommen werden wenn der Bonsai länger als 3 Jahre ohne umzutopfen in der Schale verbleibt. Dies trifft besonders für ältere Bonsai sowie für die meisten Nadelbaumbonsai zu.
  • Akadama Weiche Qualität, Soft Quality, Einfach gebrannt (japanisch 上質, Jōshitsu): Bis zu 3 Jahre strukturstabil. Kann für Bonsai genutzt werden die häufig umgetopft werden (besonders junge, wurzelstarke Laubbäume, aber auch andere Pflanzen wie Blumen).

Bonsaifreunde kaufen Akadama manchmal für Bonsai-Erdmischungen. Wir empfehlen den Einsatz von Akadama pur. Diese Bonsaierde hat alles, was eine Bonsaierde braucht. Sie zu mischen bringt keine wesentlichen Vorteile. Wichtig: Akadama wird trocken geliefert. Sofort nach dem Eintopfen gut Wässern.

Akadama und Bonsai-Erdmischungen:

Akadama wird meist rein, d.h. zu 100% eingesetzt. Manchmal wird es aber auch als Bestandteil einer Erdmischung mehr oder weniger stark beigemischt. Das hängt im Wesentlichen von der Pflanzenart sowie dem Alter des Bonsai ab. Dadurch, das die Vorteile einer Lehmerde mit einer sehr guten Wasserdurchlässigkeit kombiniert sind, kann bei einer Erdmischung der Sand/Kies-Anteil reduziert werden.

Wird ein etwas saurer pH-Wert benötigt (z.B. zur Pufferung bei Einsatz von härterem Gießwasser) kann eine wenig Torf (30 %) zugesetzt werden.

Es ist schwierig, ein allgemein gültiges Rezept zum Einsatz von Akadama in Bonsaierdmischungen zu geben. Generell kann gesagt werden, daß bei ältere Pflanzen ein höherer Anteil an Akadama genommen wird als bei Jungpflanzen.

Einige Baumarten scheinen reines Akadama schlecht zu tolerieren (z.B. Larix - Lärchen).

pH-Wert der Akadama Erde:

pH-Wert 6,5-6,9, d.h. leicht sauer. Durch die hohe Pufferfähigkeit dieser Erde steigt der pH-Wert kaum an.

Akadama Bonsaierde - Körnungen:

Im Bonsaifachhandel ist Akadama in verschiedenen Körnungen (fein 1-5 mm, mittel 5-10mm und grobkörnig deutlich >10 mm) erhältlich.

Die grobkörnigen Mischungen werden zur Verbesserung der Drainage im unteren Teil des Bonsaisubstats eingesetzt, die feinkörnigen Mischungen als Deckschicht. Viele Bonsaigestalter sieben Akadama vor dem Einsatz um die feinen Bestandteile (Staub) zu entfernen und die Wasser- und Luftdurchlässigkeit weiter zu erhöhen.

Akadama und Wässerung:

Akadama kann Wasser speichern, aber bedingt durch die gute Wasserdurchlässigkeit ist, je nach Akadamaanteil, häufiger als üblich zu giessen. Falls es pur eingesetzt wird kann das heißen, das im Sommer pro Tag mehr als einmal gegossen werden muss.

In Japan, wo viele Bonsai in reinem Akadama gezogen werden, wird wesentlich häufiger als in Deutschland gewässert. Allerdings ist bei diesem Substrat ein Übergiessen und die sich dadurch bildende Staunässe fast unmöglich.

Der Farbton wechselt je nach Wasseraufnahme von einem hellen Rotbraun (trocken) zu fast braun (feucht). Durch diesen Farbumschlag ist leicht zu erkennen, wann gegossen werden muss.

Wichtig: Da Akadama trocken geliefert wird ist es wichtig, sofort nach dem Eintopfen gut zu Wässern. Sonst kann es zu Wurzelschäden kommen.

Akadama und Düngung:

Je höher der Anteil an Akadama im Erdgemisch ist (ähnlich wie bei anderen mineralischen Substraten - z.B. Blähschiefer), desto mehr Aufmerksamkeit muss der Düngung geschenkt werden.

Im Wasser gelöste mineralische Dünger werden schnell ausgewaschen und stehen so der Pflanze nicht mehr zur Verfügung. Wenn mineralischer Dünger eingesetzt werden soll, ist eine geringe Dosierung bei häufigen Gaben empfehlenswert.

Gut bewährt hat sich der Einsatz Organischer Dünger (Biogold, Hornspäne). Durch den langsamen Freisetzungsprozess der Nährstoffe werden die Bonsai über lange Zeit adäquat und vor allem gleichmässig versorgt. Eine Überdüngung kommt ebenso wie eine Versalzung des Bodens kaum vor.

Akadama Erde als Bodengrund:

Akadama, vor alle Doppelbrand, wird von Garnelenfreunden als Bodengrund eingesetzt. Ebenso wird es als Bodengrund für sogenannte Bonsaiaquarien verwendet.