Akadama Bonsaierde

Die Akadama Bonsaierde ist zum Umtopfen von Bonsai unersetzlich. Akadama ist ein Lehmgranulat mit einer rotbraunen Farbe (Akadama-Tsuchi, japanisch 赤玉土 = Rote Erde), vulkanischen Ursprungs und kommt in Japan auf der Insel Honshu vor. Es wird im Tagebau abgebaut und in alle Welt exportiert.

Wir kaufen Akadama, meist der Marke Ibaraki, günstig in verschiedenen Qualitäten und Abpackungen direkt in Japan ein. Diesen Preisvorteil geben wir gern an sie weiter. Unabhängig vom günstigen Preis ist Akadama als Bonsaisubstrat sehr zu empfehlen. Es hat alles, was eine gute Bonsaierde braucht.

Welche Vorteile hat Akadama bei der Bonsaipflege ?

  • Akadama bietet eine gute Standfestigkeit ihres Bonsai nach dem Umtopfen
  • Wurzelzellen brauchen Sauerstoff. Die gute Durchlässigkeit der Akadama Bonsaierde bringt Luft in den Boden
  • Wenig Tendenz zur Bodenverdichtung. Akadama bleibt strukturstabil, auch bei langen Zeitspannen bis zum nächsten Umtopfen
  • Die ausgezeichnete Drainageeigenschaften der dieser Bonsaierde sind gut gegen Wurzelfäule
  • Akadama hat eine hohe Fähigkeit, Nährstoffe im Boden zu halten, falls sie einmal aufgenommen wurden
  • Die Pufferfähigkeit von Akadama wirkt gegen pH-Wert Schwankungen und Boden-Versauerung

Welche Qualitäten der Akadama Bonsaierde gibt es ?

Akadama ist formstabil, verdichtet kaum und zersetzt sich nur langsam. Trotzdem verliert Akadama langsam seine Grobkörnigkeit, die Luftdurchlässigkeit sinkt und der Salzgehalt steigt an.

Damit gehen die wesentlichen Vorteile verloren - ein Austausch, d.h. das Umtopfen des Bonsai wird notwendig.

Je nach Qualität der Akadama Bonsaierde (Weich und Hart) sollte es nach 3-5 Jahren ausgetauscht werden.

  • Akadama Weiche Qualität, Soft Quality, Einfach gebrannt: Japanisch 上質, Jōshitsu. Bis zu 3 Jahre strukturstabil. Kann für Bonsaibäume genutzt werden die häufig umgetopft werden (Wurzelstarke Laubbäume wie Ficusbonsai, Chinesische Ulmenbonsai, Fächerahorn Bonsai, aber auch andere Pflanzen wie Blumen).
  • Akadama Harte Qualität, Hard Quality, Doppelt gebrannt: Japanisch 硬質, Kōshitsu. Ist länger strukturstabil (4-5 Jahre). Akadama Doppelbrand sollte genommen werden wenn der Bonsai länger als 3 Jahre ohne umzutopfen in der Bonsaischale verbleibt. Dies trifft besonders für ältere Bonsai sowie für viele Nadelbäume wie Kiefernbonsai, Wacholderbonsai zu.

Bonsai Erdmischungen

Akadama wird meist rein, d.h. zu 100% eingesetzt. Manchmal wird es aber auch als Bestandteil einer Bonsai Erdmischung mehr oder weniger stark beigemischt. Das hängt im Wesentlichen von der Pflanzenart sowie dem Alter des Bonsai ab. Dadurch, das die Vorteile einer Lehmerde mit einer sehr guten Wasserdurchlässigkeit kombiniert sind, kann bei einer Erdmischung der Sand/Kies-Anteil reduziert werden.

Wird ein etwas saurer pH-Wert benötigt (z.B. zur Pufferung bei Einsatz von härterem Gießwasser) kann eine wenig Torf (30 %) zugesetzt werden.

Es ist schwierig, ein allgemein gültiges Rezept zum Einsatz von Akadama in Bonsaierdmischungen zu geben. Generell kann gesagt werden, daß bei ältere Pflanzen ein höherer Anteil an Akadama genommen wird als bei Jungpflanzen.

Einige Bonsai Baumarten scheinen reines Akadama schlecht zu tolerieren (z.B. Lärchenbonsai).

Bonsaifreunde nehmen Akadama manchmal für Erdmischungen. Wir empfehlen den Einsatz von Akadama pur. Diese Bonsaierde hat alles, was ein Bonsaisubstrat braucht. Sie zu mischen bringt keine wesentlichen Vorteile. Wichtig: Akadama wird trocken geliefert. Sofort nach dem Eintopfen gut den Bonsai gießen.

Körnungen / Korngrößen

Im Bonsaifachhandel ist Akadama in verschiedenen Körnungen (fein 1-5 mm, mittel 5-10mm und grobkörnig deutlich >10 mm) erhältlich.

Die grobkörnigen Mischungen werden zur Verbesserung der Drainage im unteren Teil des Bonsaisubstats eingesetzt, die feinkörnigen Mischungen als Deckschicht. Viele Bonsaigestalter sieben Akadama vor dem Einsatz um die feinen Bestandteile (Staub) zu entfernen und die Wasser- und Luftdurchlässigkeit weiter zu erhöhen.

Akadama und Bewässerung

Akadama kann Wasser speichern, aber bedingt durch die gute Wasserdurchlässigkeit ist, je nach Akadamaanteil, häufiger als üblich zu giessen. Falls es pur eingesetzt wird kann das heißen, daß im Sommer pro Tag mehr als einmal gegossen werden muss.

In Japan, wo viele Bonsai in reinem Akadama gezogen werden, wird wesentlich häufiger als in Deutschland gewässert. Allerdings ist bei diesem Substrat ein Übergiessen und die sich dadurch bildende Staunässe fast unmöglich.

Der Farbton wechselt je nach Wasseraufnahme von einem hellen Rotbraun (trocken) zu fast braun (feucht). Durch diesen Farbumschlag ist leicht zu erkennen, wann sie den Bonsai bewässern müssen.

Wichtig: Akadama wird trocken geliefert. Sofort nach dem Eintopfen müssen sie den Bonsai gut gießen. Sonst kann es zu Wurzelschäden kommen.

Akadama und Düngung

Je höher der Anteil an Akadama im Erdgemisch ist (ähnlich wie bei anderen mineralischen Substraten - z.B. Blähschiefer), desto mehr Aufmerksamkeit muss der Düngung des Bonsai geschenkt werden.

Im Wasser gelöste mineralische Dünger werden schnell ausgewaschen und stehen so der Pflanze nicht mehr zur Verfügung. Wenn mineralischer Dünger eingesetzt werden soll, ist eine geringe Dosierung bei häufigen Gaben empfehlenswert.

Gut bewährt hat sich der Einsatz Organischer Bonsaidünger (z.B. Biogold, Bonsai Flüssigdünger, Hanagokoro Bonsaidünger oder Hornspäne). Durch den langsamen Freisetzungsprozess der Nährstoffe werden die Bonsai über lange Zeit adäquat und vor allem gleichmässig versorgt. Eine Überdüngung kommt ebenso wie eine Versalzung des Bodens kaum vor.

Akadama als Bodengrund

Akadama, vor alle Doppelbrand, wird von Garnelenfreunden als Bodengrund eingesetzt. Ebenso wird es als Bodengrund für sogenannte Bonsaiaquarien verwendet.

pH-Wert der Akadama Erde

Der pH-Wert von Akadama ist 6.5-6.9, d.h. leicht sauer. Durch die hohe Pufferfähigkeit dieser Bonsaierde steigt der pH-Wert kaum an.