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Wacholder Bonsai (Juniperus)

Wacholder Bonsai: Pflegeleicht, Extrem winterhart ✅ Tipps zur Pflege und Gestaltung ✅ Gut für Totholzgestaltungen geeignet. ✅

Bonsai Pflege

Wacholder Bonsai zeichnen sich durch eine große Winterhärte und Langlebigkeit aus. Sie sind gut geeignet für Totholzgestaltungen und sehen mit ihren feinen Nadelpolstern sehr schön aus. Wacholderbonsai wachsen langsam. Dadurch ist der Pflegeaufwand gering.

Besonders die Chinesische Wacholder Sorten Shimpaku und Itoigawa werden gern als Bonsai gepflegt und entsprechend oft im Bonsaihandel angeboten.

Düngen 🌳 Giessen 🌳 Standort 🌳 Überwinterung 🌳 Umtopfen 🌳 Krankheiten, Schädlinge

Düngen

In der Wachstumsperiode von April bis September aller 14 Tage mit mineralischem oder organischen Bonsaidünger. Dannach wird deutlich reduziert. Bei fertigen Wacholder Bonsai sollte nicht zuviel Stickstoff gegeben werden. Der Chinesische Wacholder reagiert auf viel Stickstoff mit der Bildung von stachligen Nadeln anstatt der Schuppennadeln.

Giessen

Wacholder Bonsai halten ganz gut Trockenheit aus, sollten aber trotzdem gut gewässert werden. Dabei ist aber unbedingt Staunässe zu vermeiden. Ein leichtes Abtrocknen der Erde zwischen dem Wässern scheint förderlich zu sein. Kurzes Austrocknen wird toleriert. Im Winter mäßig feucht halten. Wichtig ist, das das Substrat gut für Wasser und Luft durchlässig ist sonst kommt es zu Wurzelschäden.

Standort

Bei ausreichender Wässerung ist ein sonniger Standort im Sommer sehr förderlich für die gesunde Entwicklung eines Wacholderbonsai. Juniperus chinensis verträgt gut Hitze, mag Wärme und gelegentliche Lufttrockenheit wird vom Chinawacholder toleriert. Halbschatten um die Mittagszeit wird gut vertragen. Zu schattig sollte der Chinesische Wacholder als Bonsai aber nicht stehen, sonst werden einzelne Zweige schnell lang. In der Sonne wächst er deutlich kompakter, die Nadelfarbe ist im Halbschatten aber dunkler.

Überwinterung

Wacholderbonsai sind winterhart und tolerieren Kälte sehr gut. Unterhalb von -10°C sollte Wacholder ein wenig geschützt aufgestellt werden - geschützt vor Austrocknung, wenn der Wurzelballen gefroren ist. Jungpflanzen brauchen Schutz vor starken und ständigen Winden. Im Winterquartier müssen Wacholder Bonsai hell stehen.

In der kalten Jahreszeit werden die Nadeln meist bräunlich bis rotbaun. Wahrscheinlich ein Schutz des Bonsai vor der Sonneneinstrahlung im gefrorenen Zustand. Diese Verfärbung bildet sich im Frühjahr mit steigender Temperatur und Tageslänge schnell zurück.

Umtopfen

Ältere Wacholder Bonsai müssen nur aller 4-6 Jahre umgetopft werden, in Abhängigkeit vom Wuchstempo und der Topfgröße. Jüngere Exemplare werden üblicherweise aller 2-3 Jahre umgetopft. Chinawacholder treiben spät aus. Deshalb ist die beste Zeit zum Umtopfen das späte Frühjahr. Im September umtopfen ist möglich, das Frühjahr ist aber vorzuziehen.

Es sollten nicht zu flache Schalen eingesetzt werden, da Wacholderbonsai ausreichend Substrat benötigen. Es sollte ein gut wasser- und luftdurchlässiges Substrat genutzt werden (z.B. Akadama, besser ist Kiryu). Feine, feuchte Böden provizieren Wurzelschäden im Winter. Chinesische Wacholderbonsai mögen keine sauren Böden. Ab und zu sollte deshalb der pH-Wert überprüft werden. Reagiert der Boden sauer, kann er gekalkt werden.

Krankheiten, Schädlinge

Einen Befall unserer Wacholderbonsai mit Schädlingen konnten wir in vielen Jahren noch nicht feststellen. Auch Krankheiten traten fast nie auf. Nur der Befall mit Birnengitterrost ist von Bedeutung. Dieser kann Wacholder dauerhaft besiedeln und führt bei Wacholderbonsai zu knotenartigen Verdickungen an den Ästen. Einen Befall mit Birnengitterrost kann man am besten im Frühjahr erkennen. Dann sind die orangefarbigen Sporenlager als weiche, gallertartige Auswüchse zu sehen. Besonders an feuchten Tagen. Für die Bonsaigestaltung werden hauptsächlich Wacholdersorten genommen, die für den Birnengitterrost kaum empänglich sind.

Gestaltung

Drahten 🌳 Schneiden 🌳 Stile 🌳 Wacholder Sorten

Wacholder können das ganze Jahr über gestaltet werden. Wenn drastische Verformungen durchgeführt werden sollen ist das späte Frühjahr eine gute Zeit. Der Wacholder kann die dabei entstehenden Schäden im Sommer besser verkraften.

Wacholder Bonsai-Rohlinge, Japan Importe 2015. Daraus läßt sich schnell ein guter Wacholderbonsai gestalten.

Wacholder Bonsai-Rohlinge (Juniperus)

Wacholder Bonsai der verschiedenen Arten (vor allem Juniperus chinensis, Juniperus rigida, Juniperus communis) werden sehr häufig für die Bonsaigestaltung verwendet. Jin und Shari Partien unterstreichen das Alter eines Wacholderbonsai. Wacholder vertragen extrem gut derartige Totholzgestaltungen. Selbst großflächige Entrindung ist möglich. Wacholder können selbst mit sehr dünnen Leitungsbahnen gut überleben. Meist werden für die Bonsaigestaltung Sorten mit nur schuppenförmigen oder nur nadelförmigen Blättern genutzt.

Wacholder Bonsai vor Import aus Japan

Drahten

Wacholder Bonsai können das ganze Jahr über gedrahtet werden. Am Ende des Sommers muss verstärkt auf das Einwachsen des Drahtes geachtet werden. Der Draht muß meist 1-2 Jahre am Baum bleiben sonst biegen sich die Triebe wieder in die Ausgangsposition zurück.

Schneiden

Wacholderbonsai werden meist nicht geschnitten sondern gezupft. Wird der Neuaustrieb regelmäßig gezupft erhält man eine kompakte Form. Dabei werden die zu zupfenden Triebe zwischen Daumen und Zeigefinger festgehalten und mit der anderen Hand werden die äußersten Spitzen abgezupft. Werden Schuppenwacholder in einem Schritt zu stark reduziert, bildet sich verstärkt nadelartiges Jugendlaub. Langsames Gestalten über lange Zeiträume ist sehr zu empfehlen. Stacheliges Laub in den feinen Schuppenpolstern eines Chinesichen Wacholder Bonsai wirkt meist störend. Es bildet sich zwar langsam zurück, bleibt aber oft über Jahre.

Stile

Juniperus Arten können in fast allen Stilrichtungen gestaltet werden. Viele Wacholderbonsai sind frei aufrecht (Moyogi Stil).

Wacholder Sorten

Chinesische Wacholder Bonsai 🌳 Gemeine Wacholder Bonsai

Chinesischer Wacholder (Juniperus chinensis)

Chinesische Wacholder Bonsai (Juniperus chinensis), besonders die Sorte Shimpaku, sind beliebt. Bonsai des Chinawacholders sind extrem winterhart, wachsen langsam (geringer Pflegeaufwand), bilden feinen Nadelpolstern aus und eignen sich besonders gut für Totholzgestaltungen.

Diese Bonsai-Baumart stammt aus Japan, China und Korea und bildet als Bonsai 2 Nadelformen aus: Stachelförmiges Jugendlaub, welches später in Schuppenlaub übergeht. Polster mit Schuppenlaub wirken sehr fein.

Bei ausreichender Wässerung ist ein sonniger Standort im Sommer sehr förderlich. Halbschatten um die Mittagszeit wird aber gut vertragen. In der Sonne wächst er deutlich kompakter.

Chinesischer Wacholderbonsai tolerieren Kälte sehr gut. Unterhalb von -10°C sollte diese Art ein wenig geschützt aufgestellt werden. Im Winterquartier müssen Chinawacholder Bonsai hell stehen.

Beim Wässern ist Staunässe zu vermeiden. Düngen sie nicht zu stickstoffreich. Der Chinesische Wacholder reagiert auf viel Stickstoff mit der Bildung von stachligen Nadeln anstatt der Schuppennadeln.

Chinawacholder können das ganze Jahr über gestaltet werden. Der Neuaustrieb wird meist gezupf. Werden Schuppenwacholder in einem Schritt zu stark reduziert bildet sich verstärkt nadelartiges Laub. Diese Bonsai Baumart kann das ganze Jahr über gedrahtet werden.

Ältere Wacholder Bonsai werden aller 4-6 Jahre umgetopft, Jüngere Exemplare nach 2-3 Jahre. Die beste Zeit zum Umtopfen ist das späte Frühjahr. Im September umtopfen ist möglich, das Frühjahr ist aber vorzuziehen.

Gemeiner Wacholder (Juniperus communis)

Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) wird seltener als Bonsai angeboten obwohl er als Bonsai ausgezeichnet geeignet ist. Juniperus communis Bonsai haben nur Nadeln (keine Schuppen), sind extrem winterhart, werden sehr alt und brauchen wenig Pflegeaufwand. Der auch als Heidewacholder bezeichnete Baum ist als Bonsai sehr lichtbedürftig und sollte in der Sonne stehen.

Als Baum wird der Gemeine Wacholder bis 10m hoch und kommt auf der gesamten Nordhalbkugel vor. Er wächst vor allem an Extremstandorten auf oft sehr stickstoffarmen Böden.

In gut durchlässiges Bonsaisubstrat getopft wächst dieser genügsame Wacholder als Bonsai sehr gut und braucht nicht allzu häufig umgetopft werden. Gedüngt wird regelmässig, aber nicht zu stickstoffreich. Gestaltet wird im Gegensatz zum Chinawacholder nur in der Wuchsperiode.

Bonsai - Bilder

Sowohl in Japan als auch in China kann man viele sehr gute Wacholderbonsai bestaunen. Die folgenden Bilder stammen von unseren Einkaufstouren durch China und Japan.

Wacholder Bonsai auf Bonsaimärkten in Südchina

Wacholder Bonsai auf einem Bonsaimarkt in Südchina

Wacholder Bonsai auf einem Bonsaimarkt in Südchina

Wacholder Bonsai auf einem Bonsaimarkt in Südchina

Wacholder Bonsai auf einem Bonsaimarkt in Südchina

Wacholder Bonsai auf einem Bonsaimarkt in Südchina

Wacholder Bonsai auf einem Bonsaimarkt in Südchina

Wacholder Bonsai auf einem Bonsaimarkt in Südchina

Wacholder Bonsai im Botanischen Garten von Shanghai

Wacholder Bonsai aus dem Botanischen Garten Shanghai

Wacholder Bonsai aus dem Botanischen Garten Shanghai

Wacholder Bonsai in diversen japanischen Exportgärtnerein

Wacholder Bonsai in japanischen Exportgärtnerein

Wacholder Bonsai in japanischen Exportgärtnerein

Wacholder Bonsai in japanischen Exportgärtnerein

Wacholder Bonsai in japanischen Exportgärtnerein

Wacholder Bonsai in japanischen Exportgärtnerein

Wacholder Bonsai in japanischen Exportgärtnerein

Wacholder Bonsai in japanischen Exportgärtnerein

Wacholder Bonsai in japanischen Exportgärtnerein