Junischnee Bonsaipflege

PflegeGestaltungSchneidenBilderOft gestellte Fragen

Junischnee Bonsaipflege

Der Junischnee wird gern als Zimmerbonsai gepflegt. An einem Junischneebonsai sind die vielen, kleinen weißen Blüten (Juni-Juli) sehr dekorativ und schön anzusehen. Er kann ganzjährig als Bonsai im Zimmer gehalten werden.

Durch seine Wuchsfreude, die tollen Blüten und die von Natur aus kleinen, glänzend grünen Blätter ist der Junischnee ein beliebter Bonsai. Wird ein Junischnee sehr hell gepflegt ist er als Bonsai für Anfänger geeignet.

Kurz zur Junischnee (Serissa foetida) Bonsaipflege:

  • Düngen: In der Aufbauphase, wenn ein starkes Wachstum gewünscht ist, ist ein stickstoffreicher Bonsaidünger wie Biogold oder Hanagokoro zu empfehlen. Bei fertigen Bonsai kann die Blütenbildung verbessert werden durch Gabe von flüssigen Bonsaidüngern, die wenig Stickstoff enthalten.
  • Gießen: Einen Junischneebonsai sollte man gleichmäßig feucht halten. Besonders im Frühsommer während der Blüte. Im Winter in der Wohnung braucht ein Serissabonsai etwas weniger gegossen zu werden.
  • Überwintern: Eine helle und kühle Überwinterung bei Temperaturen von 10-12°C ist optimal. Stellen sie einen Junischneebonsai im Winter direkt an das Fenster. Am besten Südseite.
  • Umtopfen: Aller 3-4 Jahre werden wird der Junischnee mit leichtem Wurzelschnitt in eine gut durchlässige Bonsaierde wie Akadama umgetopft. Die beste Zeit dafür ist Anfang März.


Düngen | Gießen | Standort | Überwinterung | Umtopfen | Krankheiten, Schädlinge | Vermehrung


Düngen

Ein Junischnee Bonsai braucht wegen des intensiven Wachstums und die reichlichen Blüten viel Bonsaidünger in der Wuchsperiode von April bis Oktober. Während dieser Zeit kann mit einem organischen Bonsai Flüssigdünger in der auf der Verpackung empfohlenen Menge gedüngt werden. In der restlichen Zeit des Jahres wird nur gedüngt wenn die Serissa sehr hell und verhältnismäßig warm steht.

Auch der im Shop angebotenen Biogold Bonsaidünger als auch der Hanagokoro Bonsaidünger ist gut für die Düngung von Junischnee Bonsai geeignet und leicht einsetzbar.

Giessen

Junischnee Bonsai mögen weder zu viel als auch zu wenig Wasser. Die Serissa reagiert empfindlich auf das Austrocknen des Substrates. Auf der anderen Seite verträgt sie aber auch keine Staunässe. Gut bekommt ihr ein Substrat mit guter Drainagewirkung welches regelmäßig gegossen wird. Dabei sollte man zwischen den einzelnen Wassergaben die Bodenoberfläche leicht abtrocknen lassen.

Nach unserer Erfahrung ist zum bewässern von Zimmerbonsai eine Ballbrause gut geeignet. Auch Tauchen des gesamten Wurzelballens macht sich sehr gut. Leider tropft danach durch die Wasserabzugslöcher Giesswasser auf das Fensterbrett und dieses verschmutzt. Durch einen Untersetzer für Bonsaischalen läßt sich dieses leicht vermeiden. Ein Untersetzer wird oft beim Kauf eines Zimmerbonsai gleich mitgeliefert. Alternativ bieten wir im Shop auch Bonsaischalen mit Untersetzer als Set an.

Auch im Winter ist die Serissa gleichmäßig feucht zu halten.

Standort

Ein sehr heller Standort ist wichtig. Direkte Sonne wird gut vertragen. Während der Sommermonate (Anfang Mai bis Mitte September) kann ein Serissa-Bonsai im Freien stehen, möglichst halbschattig.

Überwinterung

Als typischer Zimmerbonsai ist ein Junischnee Bonsai nicht frostfest, kann aber von Juni bis September im Freien stehen. Im Winter sollte der Pflanze eine Wachstumspause gegönnt werden durch einen Standplatz bei ca. 10-12°C. Kurzzeitig werden auch Temperaturen bis 6°C vertragen. Wird eine Serissa bei Temperaturen höher als 16-18°C überwintert ist eine Nachtabsenkung der Temperatur nötig. Wird keine Wachstumspause eingehalten wird diese Pflanze anfällig für Krankheiten.

Umtopfen

Umgetopft werden junge Junischnee Pflanzen aller 2-3 Jahre, ältere aller 3-5 Jahre. Die beste Umtopfzeit ist Anfang März. Dabei ist ein leichter Wurzelschnitt vorzunehmen (dabei auftretender Geruch führte zu dem Namen foetida=stinkend). Abgestorbene Wurzeln werden gänzlich entfernt. Oft müssen sie nach dem Kauf einen Junischnee umtopfen, da viele der Importpflanzen sich in einem sehr lehmigen Substrat befinden, welches sich unter den heimischen Bedingungen nicht gut für die Pflege eignet.

Am besten eignet sich als Bonsaierde ein gutdurchlässiges Substrat wie Akadama kombiniert mit einem organischen Dünger, wie z.B. Biogold oder Hanagokoro.

Krankheiten, Schädlinge

Manchmal wird der Junischnee durch Spinnmilben befallen, ab und an durch Blattläuse. Wenn es zum Massenbefall kommen sollte kann mit den üblichen Mitteln gegen Spinnmilben und Blattläuse behandelt werden.

Vermehrung

Stecklinge bewurzeln in Wasser oder direkt in Stecklingserde gesteckt sehr gut. Leicht verholzte Stecklinge vom Frühsommer geignen sich besonders. Werden sie direkt in Erde gesteckt, scheint Bodenwärme sowie das Giessen mit Superthrive die Wurzelbildung noch zu fördern. Es ist aber nicht unbedingt notwendig.

Gestaltung

Kurz zur Gestaltung von Junischneebonsai:

  • Drahten: Die Äste des Junischnee sind sehr spröde und brechen leicht. Deshalb Vorsicht beim Anlegen von Bonsaidraht und vor allem beim Biegen und Formen.
  • Schneiden: Die Serissa ist sehr gut schnittverträglich. Selbst nach stärkeren Schnitt treibt sie gut wieder aus.


Drahten | Schneiden | Stile | Bonsaischalen | Blüten, Früchte | Rinde, Wurzeln | Allgemeines | Sorten


Drahten

Der Junischnee ist eine sehr häufig als Bonsai gestaltete Pflanze und läßt sich gut nur durch Schnitt gestalten. Ein Junischnee Bonsai muß nicht unbedingt gedrahtet werden.

Wenn sie ihren Serissa Bonsai drahten wollen ist darauf zu achten, daß der Bonsaidraht nicht einwächst oder eindrückt. Oft muß er schon nach 2-3 Monaten entfernt werden. Gedrahtet werden nur die schon verholzten Zweige. Die beste Zeit zum Drahten ist die Wuchsperiode von Mai bis September. Vorsicht ! Die Zweige brechen leicht.

Wenn der Draht anfängt einzudrücken müssen sie den Junischnee Bonsai entdrahten. Wenn der entdrahtete Zweig die Position noch nicht sicher hält sollte am besten sofort nachdrahten werden.

Schneiden

Meist ist ein Serissa-Bonsai allein durch Rückschnitt mit einer scharfen Bonsaischere in die gewünschte Form zu bringen. Dabei können Äste das ganze Jahr über geschnitten werden. Ein Rückschnitt bis ins alte Holz ist möglich und meistens aller 2-3 Jahre auch notwendig (kompakterer Wuchs). Sie treibt willig aus dem alten Holz aus. Triebe werden von 3-4 Blattpaare auf 1-2 Blattpaare zurückgenommen.

Stile

Oft wird diese Pflanze in Besenform (Hokidachi) oder Frei aufrecht (Moyogi) gestaltet. Die Serissa eignet sich durch ihre schönen Wurzeln gut für die Wurzel- oder die Felsenform.

Passende Bonsaischalen

Für Junischneebonsai sind glasierte Bonsaischalen am besten geeignet. Da die Serissa nicht zu den winterharten Freilandbonsai gehört braucht man nicht unbedingt eine frostfeste, handgemachte Bonsaischale zu nehmen. Die günstigen Bonsaischalen für Zimmerbonsai sind oft passend. Obwohl hier einschränkend darauf hingewiesen werden muß das die Qualität dieser günstigen Schalen nicht mit den handgemachten Bonsaischalen mithalten kann.

Unglasierte Bonsaischalen sind weniger geeignet. Wenn eine unglasierte Schale in Erwägung gezogen wird dann sollte man am besten aus den handgearbeiteten Schalen eine auswählen. Hier ist das Angebot an verschiedenen Tonfarben viel größer. Für große Bonsai finden sie geeignete Schalen unter Große Bonsaischalen.

Serissa Bonsai mit ihrer rundlichen Krone passen ganz gut in eine ovale Bonsaischale. Rechteckige Bonsaischalen sind meist weniger geeignet. Bei rechteckigen Schalen würden wir eine Schale aussuchen, die etwas abgerundete Ecken hat oder evtl. verspielte Schalenfüße.

Geeignete Schalen für Prebonsai in der Anzuchtphase sind die Kunststoff Bonsaischalen. Die dunkelbraune Farbe der Schalen paßt nicht sehr gut zum hellgrauen Stamm des Junischnee. Diese Plastikschalen sind schlagfest und UV-stabil und ungeschlagen günstig. Für 2-3 Jahre alte Jungpflanzen in der Aufzucht nimmt man am besten Plastik Pflanztöpfe.

Blüten, Früchte

Serissa Bonsai haben weisse, trichterförmige, endständige Blüten hauptsächlich im Juni, z.T. auch wesentlich länger. Junischnee Bonsai danken optimale Pflege mit reichlicher Blütenpracht. Der Name Junischnee oder Baum der 1000 Sterne weist darauf hin. Standortwechsel kann zum Abwurf der Blüten führen. Früchte sind unter normalen Bedingungen an einem Junischnee Bonsai nicht zu finden.

Rinde, Wurzeln

Die Serissa weist meist interessante Wurzeln an der Oberfläche auf die sich gut in die Gestaltung als Bonsai einbringen lassen. Starker Wurzelschnitt beim Umtopfen wird nicht gut vertragen.

Sorten

Vom Junischnee sind eine Reihe von Sorten erhältlich. Auch panaschierte Sorten (Serissa foetida variegata) und Sorten mit gefüllten Blüten (Mt. Fuji oder Kyoto) wurden gezüchtet.

Allgemeines

Zur Gattung Serissa (Junischnee) gehört nur 1 Art - Serissa foetida. Die wuchsfreudige Pflanze eignet sich in Deutschland nur als Zimmerbonsai. Sie ist nicht winterhart.

Das natürliche Vorkommen der Serissa befindet sich im subtropischen China, Südasien und Japan. In ihrer Heimat China wächst der Junischnee strauchartig an feuchten Waldrändern und wird dabei oft nicht grösser als 1m. Der Junischnee wird als Heilpflanze genutzt.

Junischnee Bonsai - Bilder


Junischnee Bonsai - Oft gestellte Fragen (FAQ)

Was tun wenn mein Junischnee Bonsai gelbe Blätter bekommt ?

Der Junischnee ist immergrün und braucht viel Licht. Auf Veränderungen des Standortes reagieren ein Serissa Bonsai (wie die meisten anderen Zimmerbonsai auch) manchmal mit Blattabwurf, erholen sich jedoch schnell wieder. Wenn ein Junischneebonsai gelbe Blätter bekommt liegt dies fast immer an Lichtmangel. Dann wirft der Junischnee im Inneren der Krone ein paar Blätter ab.

Lichtmangel tritt vor allem nach dem Kauf (er kommt vom hellen Gewächshaus in ein deutlich dunkleres Zimmer) und im Winter auf, wenn die Tage kurz und dunkel sind. Wichtig ist: Licht, Licht, Licht. Suchen sie den hellsten Platz in der Wohnung aus und stellen sie ihn dort hin. Am besten Südseite, direkt ans Fenster. Vor allem im Winter sollte der Standort sehr hell sein (je wärmer die Pflanze steht desto heller muss der Platz sein).

Manchmal, besonders im Winter, kann es ein paar Wochen oder Monate dauern bis der Baum neue Blätter bekommt. Lassen sie sich nicht beunruhigen. Einfach hell stellen, mässig giessen (ohne austrocknen zu lassen) und bis zum neuen Austrieb der Blätter nicht düngen oder umtopfen.