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Bonsai-Erde (Japan, Markenerden von Cuxin, GABI): Verschiedene Abpackungen, günstig durch Direktimport

Eine Bonsai Erde muß eine optimale Versorgung des Bonsai mit Nährstoffen, Sauerstoff und Wasser gewährleisten. Über einen langen Zeitraum - meist 3-5 Jahre. Eine handelsübliche Pflanzerde aus dem Gartenmarkt ist dazu nicht geeignet. Solche Pflanzerden, besonders Blumenerden, sind zu fein. Ihr Bonsai wird eventuell Schaden nehmen.

Bonsai-Erde und Bonsai-Substrate sowie eventuell Erdmischungen sollte folgende Anforderungen erfüllen:

  • Gute Drainage (=Entwässerung) der Bonsaierde bei gleichzeitig guter "Wasserhaltefähigkeit"
  • Eine gute Standfestigkeit für den Bonsai muß durch die Bonsaierde gewährleistet werden
  • Bonsai stehen z.T. lange in einer Bonsaierde. Deshalb ist eine hohe Pufferkapazität gegen pH-Schwankungen wichtig
  • Ausreichender Nährstoffgehalt
  • Gute Krümelstruktur = Gute Durchlüftung = Vorbeugung gegen Wurzelfäule

Werden diese Vorraussetzungen von einer Bonsaierde erfüllt, kann sich ein gesundes Bodenleben entwickeln, die Sauerstoffversorgung im Wurzelbereich ist gewährleistet und die Nährstoffe stehen für die Pflanze in einer geeigneten Form zur Verfügung.

In der Bonsaipflege bewährte Bonsaierden und Substrate

  • Akadama: Beliebte Japanische Bonsaierde, wird häufig eingesetzt, für fast alle Bonsai geeignet.
  • Kanuma: Bonsai Substrat, sehr saurer pH Wert, für Azaleen Bonsai bestens geeignet, aber auch alle anderen Moorbeetpflanzen.
  • Kiryu Erde: Vitamin Bonsai Erde aus Japan. Wird bevorzugt bei Kiefern und Wacholder Bonsai eingesetzt. Auch für Erdmischungen.
  • Bimskies: Bonsaisubstrat für Erdmischungen. Wird manchmal auch pur eingesetzt (zum Bewurzeln von gesammelten Bonsai Rohlingen).

Bonsaierde - kurze Einführung

Bonsai Erde - bei diesem Begriff wird oft an etwas gedacht, was man im Garten findet: Sehr fein, humushaltig, oft lehmig, mit verrottenden Bestandteilen. Erfahrene Bonsaifreunde setzen als Bonsaierde meist Substrate ein, die nicht fein sind, kaum Humus und meist wenig verrottende Bestandteile enthalten. Und weil eine gute Bonsai-Erde sehr wenig mit einer Erde im Gärtnersinn zu tun hat, wird von den Bonsaifreunden oft der Begriff Bonsai Substrat benutzt.

Ein Bonsai als Miniaturbaum steht oft über viele Jahre ohne Substratwechsel in einer Bonsaischale. Über diesen langen Zeitraum muss die Bonsai Erde eine optimale Versorgung mit Nährstoffen, Sauerstoff und Wasser gewährleisten. Eine handelsübliche Gartenerde, oder gar Blumenerde ist dazu nicht geeignet. Wenn Sie solche feinen Pflanzerden benutzen, wird ihr Bonsai in den meisten Fällen Schaden nehmen.

Ob Bonsaierde oder Bonsaisubstrat ist nicht ganz so wichtig. Aber die Eigenschaften müssen stimmen.

Welche Punkte sollten beim Bonsai Erde kaufen beachtet werden ?

  • Körnigkeit: Bonsaierden sollten nicht zu fein sein. Je grobkörniger ein Bonsaisubstrat ist desto mehr Sauerstoff ist im Boden. Und das ist sehr wichtig für den Bonsai. Wurzelzellen brauchen Sauerstoff. Ist zuwenig davon im Boden, entwickeln sich die Wurzeln und in der Folge der Baum schlecht. Bei feiner, verdichteter Bonsaierde können die Wurzeln sogar aus Sauerstoffmangel absterben. Deshalb: Hände weg von sehr feiner Bonsaierde. Sie ist nur in wenigen Fällen (z.B. zum Abdecken der Oberfläche) geeignet.
  • Drainage: Eine Bonsaierde muss für Wasser gut durchlässig sein. Das Giesswasser sollte schnell ablaufen können. Bleibt es in der Schale stehen (meist weil das Substrat zu fein ist), kommt es oft zu Sauerstoffmangel. Läuft das Giesswasser nach dem Wässern des Bonsai gut und schnell ab, zieht es Luft mit in das Substrat. Die Wurzeln werden es Ihnen danken. Haben sie keine Angst, das der Bonsai vertrocknet. Mit Trockenheit, falls sie in einer guten Bonsaierde wirklich mal auftritt, kann ein Baum gut umgehen. Er schliesst die Spaltöffnungen und schränkt die Verdunstung ein. Gegen zuwenig Sauerstoff im Boden kann er sich nicht wehren. Ein weiterer Nachteil von zuviel Wasser im Boden: Die Bodentemperatur steigt nur langsam an. Dadurch wachsen die Wurzeln langsamer und begrenzen das Wachstum des Bonsai. Beides ist nicht gewünscht.
  • Wasser-Haltefähigkeit: Auch wenn das Giesswasser (aus den Poren zwischen den Bodenpartikeln) gut ablaufen soll, muß eine Bonsaierde gleichzeitig das Wasser im ausreichenden Maße halten können. Poröse Substrate wie Akadama und Kanuma können trotz guter Drainage genug Wasser halten um den Bonsai zwischen den Wassergaben bestens zu versorgen.
  • pH-Wert: Der pH-Wert im Boden wird durch die Erde selbst, Zersetzungsprozesse von Pflanzenteilen, das Giesswasser und vor allem die Düngung beeinflusst. Er kann sich verändern. Sinkt der pH-Wert vom neutralen pH7 auf pH6, steigt die Konzentration von Wasserstoffionen um das zehnfache an. Für die Pflanze ist dies sehr bedeutsam. Besonders bei Pflanzen wie unsere Bonsai, die lange im selben Substrat stehen. Deshalb ist es wichtig, das eine gute Bonsaierde den pH-Wert puffern kann. Die Akadama Bonsaierde kann dies sehr gut.
  • Bonsai Erdmischungen: Man kann sich Bonsaierde selber mischen. Die Bonsaiforen sind voll mit Rezepten zur Zusammensetzung von Bonsaierde. Da es aber für alle erdenklichen Zwecke gute, und meist auch erschwingliche, Bonsaierden zu kaufen gibt, möchten wir davon abraten. In den meisten dieser Bonsai Erdmischungen werden die guten Eigenschaften einer Bonsaierde (z.B. gröbere Körnung) mit den schlechten Eigenschaften einer anderen (z.B. feine Körnung) verwässert. Ohne das die Mischung als Ganzes einen deutlichen Vorteil hätte. Etablierte Bonsai Erden wie Akadama, Kanuma und Kiryu haben alles, was eine Bonsaierde braucht. Sie sind millionenfach getestet und haben sich bestens bewährt. Wollen sie trotzdem ihre Bonsaierde selbst mischen, dann achten sie bitte zumindestens darauf, dass die Körnungen nicht zu fein sind. Bonsai Erdmischungen müssen immer eine gute Drainage und Belüftung gewährleisten.

Übersicht über generelle Bestandteile und Eigenschaften von Pflanzerden

  • Ton: Ist aus Urgestein vulkanischen Ursprungs (z.B. Granit, Porphyr) durch Verwitterung entstanden. Die feinen Grundbestandteile haften fest einander, so das Ton nur wenig Wasser aufnehmen kann. Er ist reich an Nährstoffen, vor allem an Spurenelementen. Reiner Ton ist für die Kultivierung von Bonsai wenig geeignet.
  • Humus: Entsteht durch Verrotten von pflanzlichen und tierischen, d.h. organischen Substanzen unter Einwirkung von Luft, Feuchtigkeit und diversen Bodenorganismen. Alle Nährstoffe bleiben erhalten. Humus sorgt für eine gute Durchlüftung des Bodens und fördert die Krümelstruktur des Bodens. Es kann sich ein reiches Bodenleben entwickeln, die Nährstoffe werden für die Pflanzen verfügbar und Wasser wird gespeichert. Dies alles führt zu einer Förderung der Wurzelbildung. Humus allein ist für viele Pflanzen ein sehr gutes Substrat.
  • Humusherstellung: Zerkleinerte Pflanzenteile werden zu einer Miete aufgehäuft, mit etwas Erde bedeckt und leicht angefeuchtet. Nach kurzer Zeit entwickeln sich im Inneren Temperaturen von ca. 50-70 °C. Dabei werden die Pflanzenreste (hauptsächlich Zellulose) in anorganische Elemente (z.B. Nitrate, Phospate, Sulfate etc.) umgewandelt. An diesem Prozeß sind neben Bakterien auch Pilze und andere Bodenorganismen beteiligt. Nach ca. 2 Monaten ist dieser Prozeß abgeschlossen. Die nächsten Monate (bis zu 2 Jahre) muß die Miete regelmäßig aller 2 Monate umgesetzt werden. Dies ist für eine gute Sauerstoffversorgung wichtig, sonst kommte es zu Fäulnisprozessen. Evt. Muß während dieser Zeit die Rotte leicht angefeuchtet werden und durch Zugabe von etwas Kalk neutralisiert werden.
  • Sand: Besteht aus Quarzteilchen (bis ca. 2 mm Durchmesser) und besitz keine Nährstoffe. Sand kann nur kleine Mengen Wasser speichern. Reiner Sand ist zur Kultvierung der meisten Pflanzen nicht geeignet. Es können verschiedene Sorten von Sand genutzt werden (z.B. Bausand oder pulverisierter Granit / Porphyr = Steinsand). Dabei ist zu beachten, daß er nicht zu fein (kein Seesand oder Aquariumsand benutzen) oder zu scharfkantig (bei verschiedenen Steinsanden) sein sollte. Gebrannter Ton (in Form kleiner Kugeln) kann eigentlich auch mit unter die Kategorie Sand gestellt werden, obwohl sein Wasserspeichervermöge meist wesentlich besser ist.
  • Lehm: Gemenge aus verschiedenen Anteilen von Sand und Ton. Die Fähigkeit, Wasser aufzunehmen und abzugeben ist gut und für Pflanzen meist geeignet. Lehm enthält viele Nährstoffe.
  • Torf: Bildet sich aus Torfmoos. Dieses wächst in stehenden Gewässer ständig nach oben. Die unteren Schichten sterben ab und werden unter Luftabschluß zusammengedrückt. Dabei bildet sich Huminsäure, welche konservierend auf die Pflanzenreste wirkt und eine Verrottung oder Verfaulung verhindert. Dadurch kommte es auch nicht zur Umwandlung in Nährstoffe, so das Torf sehr nährstoffarm und sauer (pH 2-4) ist.
  • Mulch: Besteht aus zerkleinerten, getrockneten Pflanzenteilen (Rinde, Blätter, grobe Sägespäne). Als Beimischung zu Kultursubstraten lockert es den Boden auf. Wird meist zur Abdeckung von Beeten genutzt (Unkrautentwicklung wird gehemmt).

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