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Bonsai Pflege

Grundregeln 🌳 Düngen 🌳 Gießen 🌳 Standort und Licht 🌳 Umtopfen 🌳

Die Pflege von Bonsai ist nicht schwer. Es gibt Regeln, die für alle Bonsai zutreffen. Wenn sie die Hinweise beachten ist die Bonsaipflege einfach und wir können uns auf die Bonsaigestaltung konzentrieren.

Welche Grundregeln der Bonsai Pflege sind zu beachten ?

  • Gießen: Gieße nicht zu wenig und nicht zu viel. Bewässere, wenn die Oberfläche der Erde leicht angetrocknet ist.
  • Umtopfen: Topfe einen Bonsai zur richtigen Zeit (Anfang März) in eine gut durchlässige Bonsaierde (z.B. Akadama).
  • Düngen: Dünge den Bonsai regelmässig während der Wuchsperiode von März bis September mit einem geeigneten Bonsaidünger.
  • Standort: Wähle einen hellen Platz, besonders für Zimmerbonsai. Bonsai leben vom Licht. Freilandbonsai nicht in der Wohnung pflegen.
  • Überwintern: Überwintere Bonsai für den Garten nicht im Haus und Zimmerbonsai nicht zu dunkel und zu warm.

Neben diesen Grundregeln, die bei der Pflege für alle Bonsai zutreffen gibt es spezifische Dinge, die für bestimmte Baumarten wichtig sind. Diese speziellen Bonsaipflege Tipps haben wir unter Bonsai Baumarten zusammengestellt.

Düngen

Bonsai brauchen zum Aufbaum von Zellen Baumaterial = Moleküle. Diese nehmen sie zusammen mit dem Wasser über die Wurzeln auf. Düngen sie ihre Bonsaibäume in der Wachstumsperiode regelmäßig mit dem, was der Bonsaibaum braucht.

Soll z.B. eine Bonsai-Jungpflanze oder ein Prebonsai in der Anzuchtphase stürmisch wachsen um einen Dicken Stamm auszubilden braucht die Bonsaipflanze viel Stickstoff. Aus Stickstoff werden Aminosäuren gebildet, aus Aminosäuren entstehen Eiweiße und Eiweiße sind grundlegende Bausteine einer jeden Zelle. Wollen sie Wachstum - düngen sie stickstoffreich und viel.

Bei der Pflege reiferer Bonsai oder am Ende der Wachstumsperiode (September-Oktober) wird eher etwas stickstoffärmer gedüngt. Aber auch hier - lassen sie ihren Bonsai nicht "hungern". Der Dünger ist ein wichtiger Bonsai Pflege Faktor. Bonsai sind keine mangelernährten, kleinen Pflanzen.

Gießen

Die von der Wurzel aufgenommenen Nährstoffe müssen zu den Verbrauchsstellen transportiert werden. Dazu bedient sich die Bonsaipflanze des Wassers. Die Nährstoffe sind im Wasser gelöst. Das Wasser verdunstet an den Spaltöffnungen der Blättern, die Nährstoffe verbleiben in der Bonsaipflanze und werden zum Zellaufbau benutzt. Neues Wasser mit Nährstoffen wird von den Wurzelzellen aufgenommen und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Den Bonsai richtig zu giessen ist entsprechend wichtig. Hierbei ist bei den meisten Bonsaibäumen die gesunde Mitte richtig. D.h. nicht zu wenig giessen aber auch nicht die Bonsaipflanze ersäufen. Mässig feucht ist für die meisten Bonsaibäume optimal.

Standort und Licht

Bonsai gewinnen ihre Energie, wie jede Pflanze, aus Licht. Dazu führen sie Photosynthese durch. Licht ist der wichtigste Bonsaipflege Faktor überhaupt. Stellen sie Bonsaipflanzen immer hell auf.

Besonders bei der Haltung von Zimmerbonsai in der Wohnung spielt das Licht eine entscheidende Rolle. Eine normale Glasscheibe reduziert das Licht deutlich. Bei heute üblichen Doppel- und Dreifachverglasungen wird das Lichtangebot bereits sehr stark verringert. Steht dann nur ein Nordfenster zur Verfügung kommen die Bonsai in der dunklen Jahreszeit (d.h. Tage sind kürzer als die Nächte) an ihre Grenze. Sie werfen dann Blätter ab. Besonders, wenn die Temperaturen dann gleichzeitig hoch sind.

Alle Prozesse in einer lebenden Pflanze sind temperaturabhängig. D.h. je höher die Temperatur, desto schneller laufen die Prozesse ab. Eine um 10°C höhere Temperatur verdoppelt den Stoffwechsel. Die Temperatur wird bei der Bonsaipflege oft kaum beachtet, spielt aber eine entscheidende Rolle. z.B. bei der Überwinterung von Zimmerbonsai. Wenn Zimmerbonsai im Winterhalbjahr in der Wohnung wenig Licht bekommen können sie kaum genügend Energie gewinnen. Sie helfen ihrem Zimmerbonsai dann sehr wenn sie ihn möglichst kühl stellen damit der Stoffwechsel (der Energie verbraucht) nicht zu hoch ist.

Umtopfen

Bonsai Wurzeln bestehen aus Zellen und diese brauchen, wie alle anderen Pflanzenzellen auch, Sauerstoff. Damit genügend Sauerstoff an die Wurzelzellen kommt muss die Bonsaierde gut durchlässig sein. Vermeiden sie auf jeden Fall zu feine Bonsaierde. Die ist nur zum Abdecken als alleroberste Erdschicht geeignet. Erfahrene Bonsaifreunde sieben oft die feinen Bestandteile, vor allem den Staubanteil, vor dem Topfen ihrer Bonsai aus und werfen diese Fraktion oft weg.


Bonsaipflege - Neue Beiträge


Mein Bonsai Baum verliert Blätter - was kann ich tun ?

Eine häufig in jedem Bonsai Forum zu lesende Frage. Blattabwurf bei Bonsai hat fast jeder Bonsailiebhaber schon mal erlebt. Mit ein wenig Hintergrundwissen verliert er seinen Schrecken oder ist ganz zu vermeiden.

Im Folgenden haben wir einige Punkte zusammengetragen die bei der Beantwortung helfen können.

Bonsaibaum verliert Blätter: Gründe für einen Blattverlust

  • Vollständiger Blattabwurf im Herbst: Ist normal bei den meisten Laubbäumen der gemäßigten Klimazone. Fast alle Outdoor Bonsai verlieren ihre Blätter im Herbst. Aber auch Nadelbaum Bonsai können ganz natürlich alle Blätter bzw. Nadeln im Herbst verlieren. Typische Beispiele: Urwelt-Mammutbaum Bonsai (Metasequoia), Lärchen (Larix), Goldlärchen (Pseudolaris).
  • Teilweiser Blattabwurf im Herbst: Ist bei vielen Nadelbonsai (z.B. Kiefern - Pinus) völlig normal. Es werden Nadeln der vergangenen Jahre abgeworfen. Ob dieser "Teilabwurf" normal ist hängt von der Baumart ab. Viele Nadelbaumarten werfen Nadeln nach 2-3 Jahren ab (z.B. Weymouth-Kiefer - Pinus strobus, Waldkiefer - Pinus sylvestris, Fichten - Picea) manche aber auch erst viel später. z.B. verlieren Schwarzkiefern Bonsai (Pinus nigra) ihre Nadeln nach 3-8 Jahren).
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Bonsai richtig düngen: Welche Faktoren sind zu beachten ?

Einen Bonsai richtig zu düngen ist, wie bei anderen Pflanzen auch, wichtig für das Wachstum und zur Blüten- bzw. Fruchtbildung. Bonsai sollten nicht mangelernährt werden. Düngen sie Bonsai ausreichend und mit dem richtigen Dünger.

Die im Fachhandel zu findenden Bonsaidünger enthalten alle wichtigen Nährstoffe in einem für die meisten Bonsai richtigen Verhältnis. Sie können organischen (z.B. Biogold Dünger, Knochenmehl) oder mineralischen Ursprungs sein und unterscheiden sich oft nur in den Mischungsverhältnissen der einzelnen Bestandteile, vor allem der Hauptnährstoffe.

Die Hauptnährstoffe sind Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Schwefel und Magnesium, die Spurenelemente sind Eisen, Mangan, Bor und andere.

Während der Wuchsperiode ist vor allem die Versorgung mit Stickstoff wichtig. Dieser wird für Aminosäuren und Proteine benötigt und ist für den Zellaufbau unentbehrlich. Hornspäne und Hornmehl, am besten gleich beim Umtopfen mit in den Boden eingemischt, gewährleisten eine gute, sehr verträgliche, gleichmässige Stickstoffversorgung unserer Bonsai.

Diese Hauptnährstoffe sind normalerweise im Boden vorhanden und werden ständig durch die Wurzeln aufgenommen. Der dadurch entstehende Verlust im Boden muss regelmässig durch Düngung ersetzt werden, sonst kommt es zu Mangelerscheinungen.

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Bonsai überwintern: Outdoor-, Kalthaus- und Indoorbonsai

Die Überwinterung von Bonsai unterscheidet sich nicht wesentlich vom Überwintern anderer, in Kübeln gehaltener Gehölze. Nach unserer Ansicht ist einen Bonsai zu überwintern unkompliziert. Es müssen aber ein paar grundsätzliche Punkte beachtet werden.

Ist der Bonsai winterhart ?

Je nach Heimatklima einer Baumart sind Bonsai mehr oder weniger winterhart bzw. frostfest. Grob kann man die Bonsai Baumarten bezüglich der Winterhärte in 3 Gruppen unterteilen:

  • Nicht winterhart: Baumarten aus tropischen und subtropischen Gebieten sind nicht winterhart. In ihrer Heimat sinken die Temperaturen nicht unter 3-4°C ab (Ausnahme Gebirge). Sie sind genetisch nicht in der Lage Frösten zu widerstehen. Es ist auch nicht möglich, Bonsai aus solchen Gebieten an Temperaturen unter 3-4°C zu gewöhnen. In diese Gruppe gehören viele Zimmerbonsai wie z.B. Ficus Bonsai und Crassula Bonsai.
  • Geringe Frosthärte: Kurzzeitig werden Temperaturen um den Gefrierpunkt ertragen. Solche Bonsai Baumarten kommen aus Gebieten, wo leichte Fröste selten auftreten. Wir bezeichnen solche Bonsai als Kalthausbonsai. D.h. sie brauchen einen Schutz vor strengen und lang anhaltenden Frösten. Typische Vertreter dieser Gruppe sind Baumarten aus dem Mittelmeerraum wie Oliven und Granatapfel, aber auch Baumarten wie die chinesische Ulme.
  • Absolut winterhart: Diese Bonsai kommen aus Gebieten mit starken Frösten im Winter. Solche Bonsai können beim Überwintern gut Temperaturen von -10°C oder tiefer tolerieren.

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Bonsai umtopfen - wann ?

  • Bei Bodenverdichtung. Viele Bonsaierden zerfallen mit der Zeit und müssen dann ausgetauscht werden
  • Wenn die Wurzelmasse zu groß für die Schale ist. Die Wurzeln werden dann beim Umtopfen mit Wurzelschnitt reduziert.
  • Bei Sauerstoffmangel im Wurzelbereich. Meist, wenn die Bonsaierde zu fein ist.
  • Schädlinge haben sich im Boden angesammelt. Selten ein Umtopfgrund. Manchmal aber eine Möglichkeit.
  • Bei Versalzung des Bodens, z.B. nach Überdüngung mit einem mineralischen Dünger (Nährsalz).

Bonsai umtopfen - Generelle Hinweise

  • Die beste Zeit für das Umtopfen ist für die meisten Pflanzen das zeitige Frühjahr (Ende Februar bis Anfang April). Verletzungen der Wurzeln können so schnell ausheilen.
  • Jüngere und schnell wachsende Bäume werden aller 1-2 Jahre umgetopft. Bei ausgewachsenen Bonsai (Formbebung ist im wesentlichen abgeschlossen) reicht im Normalfall ein 3-5 jähriger Rhythmus.

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