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Steineiben (Podocarpus) Bonsai Pflege: Tipps zum Düngen, Umtopfen, Schneiden

Steineiben Bonsai
Steineiben Bonsai

Steineiben Pflege - Allgemeines:

Die Steineibe (Podocarpus macrophyllus) ähnelt, wie der Name andeutet, der Gemeinen Eibe (Taxus baccata). Besonders was die Nadeln und Früchte betrifft kann man Steineiben und Eibenbonsai schnell verwechseln. Beide sind immergrün und langsamwachsend. Bei der Pflege ist die Steineibe ziemlich anspruchslos: Halten sie den Baum hell, mäßig feucht und im Winter nicht zu warm. Sie kann in der Wohnung gepflegt werden wenn der Standort hell genug ist.

Steineiben Pflege: Standort, Temperatur

Podocarpus Bonsai können (als einer der wenigen Nadelbäume) das ganze Jahr über im Zimmer gehalten werden. Hier ist ein sehr heller und sonniger Standort am Fenster notwendig.

Trotzdem ist vom Frühjahr bis zum Herbst ein Standort im Freien vorzuziehen. Dort kann sie bis an die Frostgrenze stehen bleiben. Wenn man sie im Frühjahr an die Sonne im Freien gewöhnt dann sollte dies schonend passieren (sonst gibt es einen Sonnenbrand). Einfach 14 Tage lang im freien hell, aber halbschattig stellen. Danach kann die Steineibe an einen vollsonnigen platz gestellt werden.

Obwohl Steineiben im Gebirge bis auf eine Höhe von 1000m vorkommen sind Steineiben Bonsai nicht absolut winterhart, vertragen aber Temperaturen unter dem Gefrierpunkt für kurze Zeit. Wenn der Boden in der Bonsaischale für längere Zeit gefroren ist vertrocknen sie (der Boden kann kein Wasser mehr liefern). Als Zimmerbonsai müssen sie im Winter kühl stehen. 10-15°C sind akzeptabel, kühler ist besser.

Steineiben Bonsai: Umtopfen und Bonsaierde

Junge Pflanzen der Steineibe werden alle 2-3 Jahre umgetopft. Sie vertragen dabei einen mäßigen Wurzelschnitt. Bei älteren Steineibenbonsai kann man, je nach Stärke des Wurzelwachstums, auch länger warten. 4-5 Jahre ohne Umtopfen ist dann nicht ungewöhnlich.

Steineiben brauchen ein gut durchlässiges Substrat. Hier reicht eine Grunderdmischung mit einem Teil Akadama. Viele Steineiben Bonsai stehen nach dem Kauf noch in einem Lehmboden, in dem sie vor dem Import herangezogen wurden. Dieses sollte man spätestens im nächsten Frühjahr schonend durch neues Substrat austauschen. Wenn sie Akadama als Bonsaierde benutzen wollen ist es gut, wenn sie vor dem Umtopfen den Staubanteil aus der Erde sieben.

Podocarpus Bonsai Pflege - Düngung

Junge, schneller wachsende Steineiben werden im Frühjahr mineralisch, später dann organisch (z.B. mit biogold oder Hanagokoro) aller 4-6 Wochen bis ca. September gedüngt. Ältere Steineiben Bonsai bekommen etwas weniger.

Steineiben Bonsai Pflege - Giessen

Bei gut durchlässigem Boden normal wässern und das Substrat in der Wachstumszeit mäßig feucht halten. Kurzzeitige Trockenheit vertragen sie ganz gut, sollte aber vermieden werden. Im Zimmer muß deutlich weniger gegossen werden. Es hängt stark von der Temperatur und der Luftbewegung im Zimmer ab. Im Sommer muß in der Wohnung ca. aller 1-2 Tage gegossen werden. Im Winter kann es sein das nur einmal in der Woche gegossen werden muß.

Podocarpus - Bonsaistile

Sie kann frei aufrecht (Moyogi Stil), streng aufrecht (Chokkan Stil) oder geneigt (Shakan Stil), als Mehrfachstamm oder Gruppe gestaltet werden. Die Steineibe eignet sich für kleine bis große Bonsai. Allerdings sollte man bei einer Steineibe in der Bonsaischale bei der schon vorhandenen Größe bleiben, da sie langsam wächst.

Steineiben Bonsaipflege - Schneiden, Drahten

Ältere, schon fertige Bonsai werden häufiger zurückgeschnitten oder auch gezupft. Dadurch wird ein Neuaustrieb und somit eine feinere Verzweigung erreicht. Bei jungen Bonsai, die noch etwas an Stärke zulegen sollen werden die Zweige, besonders die unteren, länger stehen gelassen. D.h. auf 10-20cm wachsen lassen und erst dann auf die gewünschte Länge zurückschneiden. Größere Opferäste wachsen zu lassen, um einen breiteren Stamm zu erzielen ist nicht unbedingt zu empfehlen. Die späteren Schnittstellen solch großer Opferäste wachsen nicht so einfach zu. Generell sollte beim Schnitt von Ästen Wundverschlussmittel aufgetragen werden, um die Wundheilung zu verbessern.

Durch das langsame Wachstum ist die Gefahr des Einwachsens des Drahtes gering. Bei jungen Ästen kann normaler, braun eloxierter Bonsaidraht genommen werden. Ältere und stärkere Äste werden entweder abgespannt oder mit Kupferdraht (wesentlich formstabiler als Aludraht) ausgerichtet.

Steineiben Vermehrung

Stecklingsvermehrung ist möglich. Voraussetzung: Bodenwärme. Auch die Aussaat von ist möglich. Dazu wird der Samen nach dem Ernten entweder sofort oder nach Stratifizierung im Kühlschrank (den Winter über) ausgebracht.