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Junischnee (Serissa foetida) Zimmerbonsai - Pflege und Gestaltung: Tips und Hinweise

Junischnee Bonsai
Junischnee Bonsai

Junischnee Bonsai Pflege - Allgemeines

Die Pflege von Junischnee Bonsai wird manchmal als nicht allzu einfach beschrieben. Das können wir aus unserer Arbeit in der Bonsaischule nicht bestätigen. Bei der Pflege von Junischnee Bonsai ist - kurz gesagt - folgendes zu beachten: Sehr hell und kühl im Winter, im Sommer gern draussen mit ordentlich viel Dünger, umtopfen Anfang März.

Zur Gattung Serissa (Junischnee) gehört nur 1 Art - Serissa foeda. Die wuchsfreudige Pflanze eignet sich in Deutschland nur als Zimmerbonsai. Sie ist nicht winterhart. In ihrer Heimat China wächst der Junischnee strauchartig an feuchten Waldrändern und wird dabei oft nicht grösser als 1m. Der Junischnee wird als Heilpflanze genutzt.

Junischnee - Blätter und Blüten:

Der Junischnee ist eine immergrüne Pflanze. Die kleinen Blätter sind dunkelgrün oder bei einzelnen Sorten buntlaubig. Auf Veränderungen des Standortes (Licht, Temperatur, Wasser) reagiert der Junischnee meist deutlich mit Blattabwurf, erholt sich jedoch wieder. Während dieser Zeit sollte die Wasser- und Düngergabe reduziert werden. Vor allem muss er hell stehen.

Serissa Bonsai haben weisse, trichterförmige, endständige Blüten hauptsächlich im Juni, z.T. auch wesentlich länger. Junischnee Bonsai danken optimale Pflege mit reichlicher Blütenpracht. Der Name Junischnee oder Baum der 1000 Sterne weist darauf hin. Standortwechsel kann zum Abwurf der Blüten führen.

Junischnee Bonsaipflege - Boden und Umtopfen:

Am besten eignet sich ein gutdurchlässiges Substrat, welches reich an Nährstoffen ist. Aus dem Shopangebot können wir die Zimmerbonsaierden empfehlen. Die Kombination von Akadama mit dem Biogold Bonsaidünger ist ebenso passend.

Umgetopft werden junge Junischnee Pflanzen aller 2-3 Jahre, ältere aller 3-5 Jahre. Die beste Umtopfzeit ist Anfang März. Dabei ist ein leichter Wurzelschnitt vorzunehmen (dabei auftretender Geruch führte zu dem Namen foetida=stinkend). Abgestorbene Wurzeln werden gänzlich entfernt. Oft muß nach dem Kauf ein Serissa-Bonsai umgetopft werden, da viele der Importpflanzen sich in einem sehr lehmigen Substrat befinden, welches sich unter den heimischen Bedingungen nicht gut für die Pflege eignet.

Drahten

Falls ihr Serissa Bonsai gedrahtet werden soll ist darauf zu achten, daß der Bonsaidraht nicht einwächst oder eindrückt. Oft muß er schon nach 2-3 Monaten entfernt werden. Gedrahtet werden nur die schon verholzten Zweige. Die beste Zeit zu Drahten ist die Wuchsperiode von Mai bis September.

Düngung

Ein Junischnee Bonsai braucht wegen des intensiven Wachstums und die reichlichen Blüten viel Dünger in der Wuchsperiode von April bis Oktober. Während dieser Zeit kann mit einem organischen Flüssigdünger in der auf der Verpackung empfohlenen Menge gedüngt werden. In der restlichen Zeit des Jahres wird nur gedüngt wenn die Serissa sehr hell und verhältnismäßig warm steht.

Bonsai Gestaltung

Der Baum der 1000 Sterne ist eine sehr häufig als Bonsai gestaltete Pflanze. Der Junischnee läßt sich prima nur durch Schnitt gestalten und muß nicht unbedingt gedrahtet werden.

Lichtbedarf eines Junischnee Bonsai

Ein sehr heller Standort ist wichtig. Direkte Sonne wird gut vertragen. Während der Sommermonate (Juni bis Anfang September) kann ein Serissa-Bonsai im Freien stehen, möglichst halbschattig. Auch im Winter sollte der Standort sehr hell sein (je wärmer die Pflanze steht desto heller muss der Platz sein).

Schnitt

Meist ist ein Serissa-Bonsai allein durch Rückschnitt mit einer scharfe Bonsaischere in die gewünschte Form zu bringen. Dabei können Äste das ganze Jahr über geschnitten werden. Ein Rückschnitt bis ins alte Holz ist möglich und meistens aller 2-3 Jahre auch notwendig (kompakterer Wuchs). Sie treibt willig aus dem alten Holz aus. Triebe werden von 3-4 Blattpaare auf 1-2 Blattpaare zurückgenommen.

Sorten

Vom Junischnee sind eine Reihe von Sorten erhältlich. Auch panaschierte Sorten (Serissa foetida variegata) und Sorten mit gefüllten Blüten (Mt. Fuji oder Kyoto) wurden gezüchtet.

Stil

Oft wird diese Pflanze in Besenform (Hokidachi) oder Frei aufrecht (Moyogi) gestaltet. Die Serissa eignet sich durch ihre schönen Wurzeln gut für die Wurzel- oder die Felsenform.

Temperatur

Als typischer Indoorbaum nicht frostfest, kann aber von Juni bis September im Freien stehen. Im Winter sollte der Pflanze eine Wachstumspause gegönnt werden durch einen Standplatz bei ca. 10-12°C. Kurzzeitig werden auch Temperaturen unter 10°C vertragen. Wird eine Serissa bei Temperaturen höher als 16-18°C überwintert ist eine Nachtabsenkung der Temperatur nötig. Wird keine Wachstumspause eingehalten wird diese Pflanze anfällig für Krankheiten.

Vermehrung

Stecklinge bewurzeln in Wasser oder direkt in Stecklingserde gesteckt sehr gut. Leicht verholzte Stecklinge vom Frühsommer geignen sich besonders. Werden sie direkt in Erde gesteckt, scheint Bodenwärme sowie das Giessen mit Superthrive die Wurzelbildung noch zu fördern. Es ist aber nicht unbedingt notwendig.

Vorkommen

Das natürliche Vorkommen der Serissa befindet sich im subtropischen China, Südasien und Japan.

Wasser

Die meisten Bonsai dieser Art sterben nach dem Kauf durch ein Zuviel oder Zuwenig an Wasser. Die Serissa reagiert empfindlich auf das Austrocknen des Substrates. Auf der anderen Seite verträgt sie aber auch keine Staunässe. Gut bekommt ihr ein Substrat mit guter Drainagewirkung welches regelmäßig gegossen wird. Dabei sollte man zwischen den einzelnen Wassergaben die Bodenoberfläche leicht abtrocknen lassen. Nach unserer Erfahrung ist zum Giessen von Zimmerbonsai eine Ballbrause gut geeignet. Auch Tauchen des gesamten Wurzelballens macht sich sehr gut. Leider tropft danach durch die Wasserabzugslöcher Giesswasser auf das Fensterbrett und dieses verschmutzt. Durch einen Untersetzer für Bonsaischalen (wird in vielen Fällen bei Zimmerbonsai gleich mitgeliefert) läßt sich dieses leicht vermeiden. Auch im Winter ist die Serissa gleichmäßig feuchtzuhalten.

Wurzel

Die Serissa weist meist interessante Wurzeln an der Oberfläche auf die sich gut in die Gestaltung als Bonsai einbringen lassen. Starker Wurzelschnitt beim Untopfen wid nicht gut vertragen.

Schädlinge

Manchmal wird der Junischnee durch Spinnmilben befallen, ab und an durch Blattläuse.

Hilfreiche Links zum Junischnee Bonsai (Serissa foetida)

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