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Wacholder Bonsai Pflege (Juniperus): Extrem winterhart, langlebig, wenig Pflegeaufwand

Wacholder Bonsai (Juniperus)
Wacholder Bonsai

Chinesischer Wacholder Bonsai Pflege - allgemein:

Chinesische Wacholder (Juniperus chinensis) werden gern als Bonsai gepflegt. Besonders die Chinawacholder-Sorte Shimpaku spielt bei der Bonsai Haltung und Pflege eine große Rolle. Sie wird oft im Bonsaihandel angeboten und ist als Bonsai beliebt und sehr geeignet. Chinesische Wacholder Bonsai sind extrem winterhart, wachsen langsam (geringer Pflegeaufwand), vertragen gut Totholzgestaltungen und sehen mit ihren feinen Nadelpolstern sehr schön aus.

Diese Bonsai-Baumart stammt aus Japan, China und Korea und wächst in Natur als Strauch oder Baum. Manchmal bis 15m hoch. Chinesiche Wacholder bilden als Bonsai 2 Nadelformen aus: Stachelförmiges Jugendlaub, welches später in Schuppenlaub übergeht. Polster mit Schuppenlaub wirken sehr fein.

Chinesischer Wacholder Bonsai pflegen: Standort, Licht, Temperatur

Bei ausreichender Wässerung ist ein sonniger Standort im Sommer sehr förderlich für die gesunde Entwicklung eines Wacholderbonsai. Juniperus chinensis verträgt gut Hitze, mag Wärme und gelegentliche Lufttrockenheit wird vom Chinawachloder toleriert. Halbschatten um die Mittagszeit wird gut vertragen. Zu schattig sollte der Chinesische Wacholder als Bonsai aber nicht stehen, sonst werden einzelne Zweige schnell lang. In der Sonne wächst er deutlich kompakter, die Nadelfarbe ist im Halbschatten aber dunkler.

Chinesischer Wacholderbonsai - Überwinterung

Wacholderbonsai sind winterhart und tolerieren Kälte sehr gut. Unterhalb von -10°C sollte diese Art ein wenig geschützt aufgestellt werden - geschützt vor Austrocknung, wenn der Wurzelballen gefroren ist. Jungpflanzen brauchen Schutz vor starken und ständigen Winden. Im Winterquartier müssen Chinawacholder Bonsai hell stehen.

Im der kalten Jahreszeit werden die Nadeln meist bräunlich bis rotbaun. Wahrscheinlich ein Schutz des Bonsai vor der Sonneneinstrahlung im gefrorenen Zustand. Diese Verfärbung bildet sich im Frühjahr mit steigender Temperatur und Tageslänge schnell zurück.

Chinesischer Wacholder - Bonsai Pflege: Bonsaierde und Umtopfen

Ältere Bonsai müssen nur aller 4-6 Jahre umgetopft werden, in Abhängigkeit vom Wuchstempo und der Topfgröße. Jüngere Exemplare werden üblicherweise aller 2-3 Jahre umgetopft. Chinawacholder treiben spät aus. Deshalb ist die beste Zeit zum Umtopfen das späte Frühjahr. Im September umtopfen ist möglich, das Frühjahr ist aber vorzuziehen.

Es sollten nicht zu flache Schalen eingesetzt werden, da Wacholderbonsai ausreichend Substrat benötigen. Es sollte ein gut wasser- und luftdurchlässiges Substrat genutzt werden (z.B. hat sich Akadamaerde bewährt). Feine, feuchte Böden provizieren Winterschäden. Chinesische Wacholderbonsai mögen keine sauren Böden. Ab und zu sollte deshalb der pH-Wert überprüft werden. Reagiert der Boden sauer, kann er gekalkt werden.

Gießen:

Muss gut gewässert werden. Dabei ist aber unbedingt Staunässe zu vermeiden. Ein leichtes Abtrocknen der Erde zwischen dem Wässern scheint förderlich zu sein. Kurzes Austrocknen wird toleriert. Im Winter mäßig feucht halten.

Düngen von Chinawacholder Bonsai:

In der Wachstumsperiode von April bis September aller 14 Tage mit mineralischem oder organischen Bonsaidünger. Dannach wird deutlich reduziert. Bei fertigen Wacholder Bonsai sollte nicht zuviel Stickstoff gegeben werden. Der Chinesische Wacholder reagiert auf viel Stickstoff mit der Bildung von stachligen Nadeln anstatt der Schuppennadeln.

Gestalten:

Chinawacholder können das ganze Jahr über gestaltet werden. Wenn drastische Verformungen durchgeführt werden sollen ist das späte Frühjahr eine gute Zeit. Der Wacholder kann die dabei entstehenden Schäden im Sommer besser verkraften.

Wacholder Bonsai-Rohlinge, Japan Importe 2015. Daraus läßt sich schnell ein guter Wacholderbonsai gestalten.
Wacholder Bonsai-Rohlinge (Juniperus)

Diese Pflanze wird sehr häufig für die Bonsaigestaltung verwendet. Jin und Shari Partien unterstreichen das Alter eines Wacholderbonsai. Chineschische Wacholder vertragen extrem gut derartige Totholzgestaltungen. Selbst großflächige Entrindung ist möglich. Dieser Wacholder kann selbst mit sehr dünnen Leitungsbahnen gut überleben. Meist werden für die Bonsaigestaltung Sorten mit nur schuppenförmigen oder nur nadelförmigen Blättern genutzt.

Stilformen:

Kann in fast allen Stilrichtungen gestaltet werden. Viele Wacholderbonsai sind frei aufrecht (MOYOGI).

Wacholderbonsai - Schneiden und Zupfen:

Der Neuaustrieb muß regelmäßig gezupft werden, um eine kompakte Form zu erhalten. Dabei werden die zu zupfenden Triebe zwischen Daumen und Zeigefinger festgehalten und mit der anderen Hand werden die äußersten Spitzen abgezupft. Werden Schuppenwacholder in einem Schritt zu stark reduziert, bildet sich verstärkt nadelartiges Jugendlaub. Langsames Gestalten über lange Zeiträume ist sehr zu empfehlen. Stacheliges Laub in den feinen Schuppenpolstern eines Chinesichen Wacholder Bonsai wirkt meist störend. Es bildet sich zwar langsam zurück, bleibt aber oft über Jahre.

Wacholderbonsai drahten:

Kann prinzipiell das ganze Jahr über gedrahtet werden. Am Ende des Sommers muss verstärkt auf das Einwachsen des Drahtes geachtet werden.

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