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Mädchenkiefer Bonsai Pflege (Pinus parviflora): Beliebter Bonsai Nadelbaum, 5-nadlig, weiche Ausstrahlung

Mädchenkiefer Bonsai Pflege - Vorteile für die Bonsaigestaltung

  • Die Japanische Mädchenkiefer ist winterhart. Wir überwintern Pinus parviflora im unbeheizten Foliezelt ohne Probleme
  • 5-nadlige Kiefer = Sehr weiche Ausstrahlung der Nadelpolster
    Japanische Mädchenkiefer (Pinus pentaphylla) - Dichte Nadelpolster wirken weich. Baum aus Botanischen Garten Shanghai
    Bonsai 5-nadlige Japanische Mädchenkiefer (Pinus pentaphylla) - Dichte Nadelpolster wirken weich. Baum aus Botanischen Garten Shanghai

  • Durch geringen jährlichen Zuwachs wenig Aufwand beim Rückschnitt. Es lassen sich gut dichte Polster aufbauen
  • Japanische Mädchenkiefernbonsai werden kaum von Schädlingen befallen.
  • Äste bleiben lange biegsam. Dadurch können auch ältere Mädchenkiefern gut als Bonsai gestalten werden.

Mädchenkiefer Bonsai Pflege - Allgemeines:

Die Mädchenkiefer (Pinus parviflora, Pinus pentaphylla) ist in Japan heimisch. Dort wächst sie in Gebirgslagen von 1200-1800 Metern in feuchten und wasserdurchlässigen Böden. Der mittelgroße Baum ist in jungen Jahren eher konisch geformt, und entwickelt mit zunehmendem Alter eine unregelmäßige, breit ausladende Krone. Sie besitzt eine graue und glatte Rinde.

Mädchenkiefern werden oft auf den stärkeren Wurzelstock einer Japanischen Schwarzkiefer gepfropft, wodurch sie unempfindlicher gegen Frost werden, starke Wurzeln ausbilden, schneller wachsen und eine rauhe Rinde bekommen. Nachteil: Meist ist die Pfropfstelle zu erkennen.

Japanische Mädchenkiefer (Pinus pentaphylla) - Pfropfung auf Schwarzkiefer. Pfropfstelle ist noch zu erkennen.
Bonsai Japanische Mädchenkiefer (Pinus pentaphylla) - Pfropfung auf Schwarzkiefer. Pfropfstelle ist noch zu erkennen. Baum aus dem Botanischen Garten in Shanghai

Diese interessante Kiefer wird auch Japanische Fünfnadelkiefer genannt, da die grau-grün bis blau-grün gestreiften Nadeln in Fünferbüscheln wachsen. Ein weiterer Name für den Baum ist Kleinblütige Kiefer, da sie im Frühjahr zahlreiche kleine rot- bis lilafarbene Blüten hervorbringt. Werden die Blüten befruchtet, entwickeln sich kleine Zapfen, die mehrere Jahre am Baum hängen bleiben können. Da die Kiefer jedoch viel Energie in diese Zapfen steckt, werden sie meist von Bonsai Liebhabern entfernt (abgedreht).

Standort für Mädchenkiefer Bonsai

Ein heller / sonniger Standort im Freien ist sehr wichtig. Frost kann die Mädchenkiefer gut vertragen. Wir überwintern die Mädchenkiefern im unbeheizten Foliezelt. Dort können die Temperaturen z.T. bis unter -15°C abfallen. Ohne Probleme für die Pflanzen. Bei Sonneneinstrahlung wird selbst bei Minustemperaturen gelüftet um einen starken Temperaturanstieg zu vermeiden.

Boden

Ein gut durchlässiges Substrat ist äußerst wichtig, da die Kiefer auf Staunässe sehr empfindlich reagiert. Häufig wird pures Akadama eingesetzt oder anderen Substraten beigemischt. Akadama ist ein leicht gebranntes Lehmgranulat, das in Japan abgebaut wird.

Umtopfen von Mädchenkiefern Bonsai

Im zeitigen Frühjahr bis Mitte des Frühjahrs kann alle 2 bis 5 Jahre - je nach Wurzelballen-Entwicklung - umgetopft werden.

Mädchenkiefer Bonsai Pflege - Düngung

Gedüngt wird vor allem von März bis September mit üblichen organischen Düngern (z.B. Biogold, Saidung, aber auch gewöhnliche Tannendünger) in fester Form, die in die Substratoberfläche eingearbeitet werden. Die Düngung kann auch mit Flüssigdünger erfolgen, indem man in regelmäßigen Abständen damit giesst. Dabei gilt: Lieber geringere Konzentration einsetzen, dafür öfter düngen. In der Bonsaischule verabreichen wir den Dünger über einen Düngerdosierer bei jedem Giessvorgang in geringer Konzentration.

Bewässerung der Mädchenkiefer

In der Vegetationsperiode muss ausreichend gewässert werden, aber die Erde darf nie nass stehen. Bei durchlässigem Substrat bedeutet dass, immer wenn die Erdoberfläche angetrocknet ist erneut gießen.

Im Winter sollte die Mädchenkiefer vom Erdreich her eher etwas trocken gehalten werden. Ein komplettes Austrocknen des Wurzelballens ist allerdings unbedingt zu vermeiden. Bei der Überwinterung im Foliezelt kein Problem. Durch die hohe Luftfeuchte trocknet der Boden kaum komplett aus.

Mädchenkiefern lieben und brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Gegossen wird deshalb am besten über die Nadeln.

Gestaltbare Bonsaistile

Die meisten Stilarten, außer der Besenform, sind gut möglich.
Bonsai Japanische Mädchenkiefer (Pinus pentaphylla) - Waldgestaltung mit Felsen.
Bonsai Japanische Mädchenkiefer (Pinus pentaphylla) - Waldgestaltung mit Felsen. Baum aus Botanischen Garten Shanghai

Bonsai Japanische Mädchenkiefer (Pinus pentaphylla) - Waldgestaltung mit Felsen.
Bonsai Japanische Mädchenkiefer (Pinus pentaphylla) - Waldgestaltung mit Felsen. Baum aus Botanischen Garten Shanghai

Schnitt bzw. Pinzieren von Mädchenkiefern Bonsai

Die besten Zeiten für die Gestaltung einer Mädchenkiefer sind von Anfang April bis Ende Mai und von Anfang Juli bis Ende September. Im Frühjahr, kurz bevor sich die frischen Nadeln strecken, wird jeder Trieb um etwa ein Drittel oder die Hälfte pinziert.

Dies geschieht, indem man den Trieb zwischen die Finger nimmt, und ihn durch drehen und biegen mit den Fingernägeln entfernt. Oder man schneidet die Triebe auf die gewünschte Länge zurück. An diesen Stellen bilden sich einige neue Kerzen, und dort wachsen im nächsten Frühjahr mehrere Triebe, statt nur einem. Durch regelmäßiges Pinzieren erreicht man somit eine reiche Verzweigung.
Bonsai 5-nadlige Japanische Mädchenkiefer (Pinus pentaphylla) - Dichte Verzweigung von unten. Baum aus Botanischen Garten Shanghai

Vermehrung

Frische Samen werden (im Winter) über Nacht in einem Glas Wasser eingeweicht. Die Samen, die an der Oberfläche schwimmen, sind nicht keimfähig. Die anderen müssen stratifiziert werden, d.h. sie werden Frost ausgesetzt. Da die Samen der Kiefer eine sehr harte Schale besitzen, kann man sie leicht anritzen, bevor man sie aussäht. Gepfropft wird im Spätwinter oder im zeitigen Frühjahr.

Drahten

Äste von Kiefern sind sehr biegsam, womit man größere gestalterische Freiräume als bei anderen Arten hat. Die enden der Triebe werden nach oben gedrahtet.

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